Mahnverfahren online: Welchen Anbieter wählen?

Mahnverfahren online: So kann man das Eintreiben einer Forderung einfacher einleiten

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass der Titel etwas irreführend wirkt. Denn in Deutschland ist das gesamte Verfahren für das Inkasso grundsätzlich nicht online möglich. Hier im Lande muss das gesamte Mahnverfahren via Post erledigt werden. Eine rechtsgültige Mahnung per Email entspricht nicht dem Standard und muss vom Kunden nicht akzeptiert werden. Anders sieht es hingegen beim Forderungsmanagement aus. Eine Zahlungserinnerung kann zu jeder Zeit via Mail verschickt werden. Ein Partner für das Forderungsmanagement kann folglich nur die Forderung bearbeiten, aber nicht das Inkasso. Wie der richtige Anbieter arbeiten sollte, und welche Vorteile sich daraus ergeben, sollen die nächsten Abschnitte einmal in kurzer Form erläutern.

Wie läuft ein Mahnverfahren online ab und wie kann man es richtig einleiten?

Der Kunde hat bestellt, und jetzt geht es darum, die Forderung einzutreiben. Wer als Unternehmer viel Zeit und Kosten sparen möchte, der lagert diesen Prozess vollständig aus. Im idealen Fall an einen spezialisierten Partner, welcher die Verwaltung der Forderung übernimmt und im Falle des Falles auch ein Mahnverfahren einleiten kann. Doch bis es dahin kommt, müssen einige Zwischenschritte unternommen werden. Zuerst muss ein Verzug durch den Kunden festgestellt worden sein. Das ist immer dann der Fall, wenn die Forderung nicht rechtzeitig gezahlt wurde. Ein, zwei Tage nach dem eigentlichen Zahlungsziel ist es soweit, und die nächsten Schritte können vorgenommen werden. Der Ablauf der Vorarbeit zum gerichtlichen Mahnverfahren ist dabei nicht eindeutig festgelegt. Es kann eine Mahnung per Mail in Form einer Zahlungserinnerung verschickt werden, verpflichtend ist dies allerdings nicht. Bevor eine Mahnung gerichtlich durchgesetzt werden kann, sind eine 1. Mahnung und eine 2. Mahnung dann wieder zwingend notwendig. Hier können dann auch Mahngebühren erhoben werden, welche die Kosten für den Verwaltungsaufwand abdecken sollen. Es ist empfehlenswert in diesem Fall vorgefertigte und rechtssichere Texte verwenden zu lassen. Eine individuelle Mahnung mag zwar persönlicher sein, entspricht aber nur selten den gängigen Standards und ist dadurch nicht rechtssicher. Erst wenn im Zuge des Mahnverfahrens die letzte Mahnung nicht erfolgreich war, kann das notwendige Formular beim Amtsgericht ausgefüllt und das gerichtliche Mahnverfahren beantragt werden. Ist dieser Vorgang ebenfalls nicht erfolgreich, kommt es zur Vollstreckung des Schuldtitels. Im gesamten Verfahren hat der Kunde die Möglichkeit einen Widerspruch einzulegen. Dieser Widerspruch muss allerdings begründet werden, und eine einfach EMail an den Unternehmer oder das Inkassounternehmen reicht nicht aus. Hier wird der Unternehmer ein bisschen vor zusätzlichem Verwaltungsaufwand geschützt.

Rechtssicherheit ist ein großes Thema und kann bei Eigenverwaltung nur selten gewährleistet werden

Das Verfahren für die Mahnung kann man auch selber online einleiten, aber hier gibt es einige Fallstricke, die beachtet werden müssen. Klar, man kann zwar die meisten Schreiben als Muster, oder als Vorlage direkt online herunterladen und kostenlos ausfüllen. Dennoch sollte man auf jeden Fall einen Anwalt um Rat fragen, denn spätestens wenn es um die Mahngebühren geht, sowie um die richtige Frist scheitern die meisten Unternehmer. Um das Verfahren einleiten zu können braucht man an erster Stelle eine gültige Forderung. Danach wird es aber sehr komplex. Denn Kunden sind nicht gleich Kunden, und die Frist bis zur Zahlung kann deutlich variieren. Gegenüber gewerblichen Kunden kann man sich vertraglich absichern, aber Verbraucher genießen einen besonders hohen Schutz durch das Gesetz. Ein kleiner Fehler kann den gesamten Ablauf hemmen, und unter Umständen für eine Nichtigkeit der Mahnung sorgen. Eine einfache EMail reicht also nicht aus, es braucht schon etwas mehr an eigener Leistung. Auch die Gebühren sind ein gutes Beispiel dafür, dass Unternehmer sich nie selber um ihre Forderungen kümmern sollten. Die Mahngebühr ist gesetzlich geregelt, und wer hier eine individuelle Mahngebühr erhebt, der macht sich unter Umständen sogar strafbar. Zwar gibt es auch hier Muster, Vorlagen und Berechnungsmodelle, die als Beispiel dienen können. Aber man braucht als Unternehmer natürlich auch erst einmal die Zeit, um sich damit intensiv und im Einzelfall auseinanderzusetzen. Es reicht nie, wenn man sich ein paar Texte durchliest und dann den Ablauf startet. Es gibt viele Dinge zu beachten, damit die Forderung zulässig und rechtssicher eingetrieben werden kann. Sollte es sogar zum Inkassoverfahren kommen, dann braucht man definitiv Unterstützung. Denn nur ein ordentlich und rechtssicher durchgeführtes Inkassoverfahren macht die Vollstreckung zulässig und sorgt so für einen erfolgreichen Abschluss.

Welche Vorteile hat es eine Rechnung online verwalten und eintreiben zu lassen?

Eine Rechnung zeugt immer von einer erbrachten Leistung. Das macht stolz und zufrieden, ist aber gleichzeitig auch ein Ärgernis. Denn jede Rechnung will, und muss verwaltet werden. Da ist es doch praktisch, wenn man gleich die gesamte Forderung kostenlos und online verwalten und eintreiben lassen kann. So ein Mahnverfahren Online hilft jedem Unternehmen das Forderungsmanagement wesentlich zu vereinfachen. Das dieser Service nicht nur praktisch und bequem ist, sondern auch andere Vorteile bieten kann liegt auf der Hand. Man spart die teilweise recht hohen Kosten, die bei jeder Erinnerung anfallen. Auch die Kosten für einen Anwalt fallen nicht an, denn professionelle Partner übernehmen diese und verfügen über genug Kompetenz und Erfahrung, um das Verfahren online zu einem Erfolg führen zu können. Sollte der Kunde weiterhin säumig sein, dann besteht die Möglichkeit das Verfahren weiter zu führen. In diesem Fall muss man selbst kein Formular ausfüllen, nichts beantragen und keinen Ratschlag von einem Anwalt einholen. Der Partner kann die Vorgänge beim zuständigen Amtsgericht beantragen, und diese auch durchführen lassen. Oder er gibt die gesamte Forderung direkt an ein spezialisiertes Inkassobüro ab. Der gesamte Ablauf verursacht für den Unternehmer deutlich weniger Aufwand, weniger Kosten und sorgt für ein hohes Maß an Rechtssicherheit. Gerade kleine, und mittelständische Unternehmen profitieren von solchen Services und müssen sich nicht mit lästigen Gebühren, Zinsberechnungen und Schreiben herumschlagen. Das spart Zeit, und sorgt für einen erfolgreichen Ablauf des gesamten Vorgangs.

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