MES: Was ist ein Manufacturing Execution System?

MES Systeme – Der virtuelle Produktionsleitstand für die Industrie 4.0

Die Digitalisierung und Automation der Industrie gehen in großen Schritten voran. Dabei kommen immer mehr Thematiken zutage, die früher noch undenkbar waren. MES (Manufacturing Execution Systeme) gehören mit zu den großen Themen, die die Industrielandschaft in Deutschland beschäftigen. Doch was können MES Systeme, und wie gelingt es diese in einen laufenden Betrieb zu integrieren? Denn auch wenn die neue Technologie innovativ ist, und völlig neue Möglichkeiten eröffnen, so gibt es doch große Hindernisse bei der Einführung.

Wie funktioniert ein MES System?

Das Manufacturing Execution Systeme ist im Prinzip eine virtuelle Abbildung der Produktionskette. Es geht aber nicht nur darum, die gesamte Produktion mit der Hilfe der Manufacturing Execution Systeme abzubilden. Vielmehr soll MES als Produktionsleitsystem dienen und so den kleinen Unterschied ausmachen. Jede Firma träumt davon, eine KI zur Verfügung zu haben, mit deren Hilfe sie die Produktion in großen Bereichen vollständig automatisieren kann. Genau dazu wurde MES entwickelt. MES Systeme ermöglichen durch Betriebsdatenerfassung eine effiziente Steuerung aller Komponenten der Fertigung. Dazu gehört das Lager, aber auch die eigentlichen Produktionsbereiche. Die MES Form, also die eigentliche Form der Daten ist dabei der etablierte Standard in der Datenausgabe und hat sich im Laufe der Entwicklung der MES Systeme bewährt. Ein MES System kann aber auch mehr. Beispielsweise kann es genau bestimmen, wann Maßnahmen zur Instandhaltung des Maschinenparks getroffen werden können. So können Verschleiß und Wartungskosten noch einmal effektiver gesteuert werden. Dabei hilft die Maschinendatenerfassung, bei der Output, Input und Verschleiß zu einem optimalen Zeitpunkt erfasst werden, um die Instandhaltung zu steuern. Doch wie können die Unternehmen der Industrie innovative Systeme integrieren, und von den Vorteilen profitieren? Um dies herauszufinden, muss eine Unterschiedung zwischen ERP und MES Systemen getroffen werden. Während ERP vor allem die Ressourcenplanung ermöglicht, können mit einem MES Program, beispielsweise von SAP oder anderer Anbieter, die Integration von Produktionsketten bis hin zur Instandhaltung der Maschinen durch Automation in ihrer praktischen Funktion deutlich aufgewertet und effizienter gestaltet werden.

Ein MES System ist derzeit nur für große Firmen in Reichweite

Nur die wenigsten Unternehmen können sich ein eigens Software Manufacturing leisten. Zwar bieten Anbieter wie SAP, und andere mittlerweile eigene MES Lösungen an. Doch eine MES-Software für die breite Schicht an kleinen und mittelständischen Betrieben ist derzeit noch nicht in Sicht. Dabei könnten gerade diese Wirtschaftsbereiche enorm von einer solchen Lösung profitieren. Die MES Form hat sich auch in anderen Branchen bewährt, die eigentlich nichts mit MES Systems zu tun haben. Theoretisch könnten also auch kleinere Unternehmen mit einer MES-Software erfolgreich sein. Manufacturing Execution Systeme benötigen aber noch etwas: Per Definition benötigen sie eine gut ausgebaute IT, sowie die Möglichkeit zur Integration auf modernsten Gerätschaften. “Modern production is digital” ist mehr als eine Aussage. Mit der Hilfe eines MES Systems kann die “production” auf ein neues Level gehoben werden. Dadurch wird die Software unverzichtbar und zu einer wahren “solution” für das Unternehmen. Die Betriebsdatenerfassung (BDE) ermöglicht eine genaue Steuerung aller relevanten Bereiche. Im direkten Vergleich sind Unternehmen, die auf eine solche “solution” setzen deutlich erfolgreicher und haben über viele Bereiche eine bessere Übersicht.

Fazit: Moderne Industrie braucht mächtige Tools mit vielen Funktionen

Von der Instandhaltung, bis hin zur Lageroptimierung braucht die moderne Industrie viele Tools mit praktischen Funktionen. Da ist es natürlich naheliegend, wenn diese in einem MES System zusammengefasst werden. Ziel des MES Manufacturing Execution System muss es dabei immer sein, eine Optimierung der Abläufe auf verschiedenen Ebenen zu ermöglichen. Per Definition ist ein MES System “a program for improved industry”. Dass diese Aussage nicht nur Werbung ist, sondern eine Tatsache beweist der Faktencheck. In der Übersicht zeigt sich, dass Unternehmen mit einer hochwertigen IT Infrastruktur im direkten Vergleich zur Konkurrenz immer bessere Ergebnisse erzielen können. Dabei spielt die praktische Funktion des MES eine große Rolle. Mit der Hilfe einer guten Software können alle Branchen von der Automatisierung profitieren, und sich neue Freiräume für Investitionen verschaffen. Der Bedarf ist da, jetzt geht es darum adäquate Lösungen zu entwickeln, um den Industriestandort Deutschland auf die neue Zeit optimal einzustellen.

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